Die Villa und der Park

Die Villa wurde im 17. Jahrhundert als Herrenhaus inmitten eines landwirtschaftlichen Gutes erbaut und taucht bereits in Landkarten des 18. Jahrhunderts auf.
In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts bestand die Anlage der Villa aus zwei Gebäuden, einem Herrenhaus mit rektangulärem Grundriss im Westen (obwohl es nach älteren Karten zwischen 1785 und 1809 einen quadratischen Grundriss aufwies) und einem Bauernhaus im Osten, mit quadratischem Grundriss. Später wurde die Villaanlage mehrmals verändert, zum ersten Mal um 1800 durch Paolo Zara, der sie erwarb und im Jahr 1839 als “Ferienhaus”  beim Katasteramt angab. Mit dem folgenden architektonischen Eingriff im Jahr 1843 wurde das Wohnhaus niedergerissen; außerdem wurde der Haupteingang südwärts verlegt und ein neues Herrenhaus auf der östlichen Seite des Bauernhauses erbaut.   
Im Jahr 1866 wurden die Fresken und der Fußboden (mit wunderschönen vielfältigen venezianischen Terrazzoböden) fertig gestellt.
Das derzeitige Hauptgebäude, dessen Fassade nach Süden ausgerichtet ist, besteht aus zwei Stockwerken und einer durch rechteckige Fenster erleuchteten Dachkammer. Die Eingangshalle im Erdgeschoss ist mit einem Architrav versehen. Dasselbe gilt für die Fenster, die sie umrahmen. Sie sind auch im ersten Stock zu finden,  kombiniert mit einer einbogigen Fenstertür, die durch Konsolen gestützt ist und zu einem Balkon mit einem Eisengeländer zu öffnen ist. Über den Lisernen, die sich um die Fenstertür befinden, ist ein dreieckiges Giebelfeld.
Das Innere der Villa weist Freskendekorationen auf, die im Salon architektonische Veduten, auf dem prunkvollem Treppenaufgang Wappen und fantasiereichen Blumenschmuck an den Decken der anderen Säle darstellen.
Die Ausstattung der Villa besteht aus Antiquitätenmöbeln, und jeder Raum weist verschiedene Besonderheiten und einen durch vielfältige Farben und Besonderheiten gekennzeichneten Terrazzo-Fußboden auf, was die Villa besonders behaglich und stimmungsvoll macht.
Der Treppenaufgang aus edlem Stein aus Custoza ist durch Fresken und ein wertvolles Eisengeländer mit einem Handlauf aus Nussbaum verschönert.
An der Decke ist ein Bild zu finden, das eine weibliche Figur darstellt: sie verkörpert Italien, das, nachdem die Kette des habsburgischen Kaiseradlers gesprengt wurde, die Trikolore hisst, auf der das Zeichen Savoyens zu sehen ist. 
An der Westwand des Adelssaal stellt ein Fresko eine verfallene Basilika und, im Vordergrund, eine Statue von Dante Alighieri dar. Dieselbe Statue wurde im Jahre 1865 von dem tessinischen Bildhauer Vincenzo Mela (1810-1891) gemeißelt und ist in Padua am Prato della Valle unter der Loggia Amulea zu bewundern. Deswegen ist das Fresko höchstwahrscheinlich ein Werk des tessinischen Künstlers, der zahlreiche Aufträge in Venetien und vor allem in Padua ausführte.
Der ehemalige Schuppen, der mit dem Hauptgebäude verbunden ist, ist mit Rundbögen auf bossierten Pfeilern versehen, die zum Säulengang führen und über die schmalen Lisenen ansetzen,  die bis zur Dachtraufe ragen, wo das Walmdach beginnt.
Die Villa ist von einem Rasen mit zahlreichen bunten Beeten umgeben und liegt inmitten einer Parkanlage mit jahrhundertealten Bäumen, die den Aufenthalt noch angenehmer machen, vor allem an wärmeren Tagen.
Eine dichte Kiwilaube trennt den Säulengang vom alten geräumigen Tenn. Ein Teich mit Seerosen, der inmitten von Röhricht und imposanten Bäumen und Sträucher liegt, wird von einem Brunnen mit Wasser gespeist, was die natürliche Umgebung des Ortes weiter verschönert.

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